Umbau RheinSchänke Hattenheim

Bauherr: 
MM Rheinterrassen GmbH & Co. KG
Zeitraum: 
Juli 2016 bis Mai 2018
Leistungen: 

Leistungsphasen 1 bis 8 der HOAI

Entlang des Leinpfades erkennt man schon von Weitem das neue „Gesicht“ des Gasthauses. Die neuen Giebelfassaden mit ihren rautenförmigen Fenstern prägen den Ausdruck des Hauses und entfalten eine Fernwirkung. Insgesamt zeigt sich das Gebäude von außen schlicht und zurückhaltend und liegt lang und schmal, fast wie ein Schiff am Rheinufer.

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    Foto: Bialucha Architektur

Beschreibung

Das gemäß aktueller Energieeinsparverordnung wärmegedämmte Haus wurde mit einer hinterlüfteten Fassade aus hellgrau lasiertem, lokalem Lärchenholz bekleidet. Das Dach wurde vom örtlichen Spenglerbetrieb in Zinkblech mit Stehfalzdeckung ausgeführt.

Im Inneren verleihen die Kombination des warmen Robinienholztons auf der Unterseite der Dachkonstruktion und auf den Außendecks, der schlichte Estrichboden und der rostrot-schimmernde Cortenstahl der Theken dem Gebäude seinen maritimen, warmen und gastfreundlichen Charakter.

Ursprünglich wurde das Gebäude aus dem Jahr 1926 als Schifffahrtsagentur genutzt. Es hatte ein Walmdach und wirkte massiv und geschlossen. Nach einer ersten Erweiterung im Jahr 1982 und der Umnutzung in ein Gasthaus wurde das Haus nun noch einmal erweitert, um den Anforderungen einer modernen, barrierefreien Gastronomie mit sommerlichem Biergartenbetrieb gerecht zu werden.

Die neue Küche liegt zentral zwischen Lager und Gastraum. Sie ist für die Gäste komplett einsehbar und öffnet sich über zwei Theken zum Aussenbereich hin. Passanten, die entlang des Leinpfades unterwegs sind, können sich bei der Kioskausgabe neben dem Eingang auf der Gebäudenordseite unter einem Vordach stärken.

Auf der Südseite zum Rhein hin lässt sich das Gebäude mit einer Glasfaltanlage großzügig öffnen und die Gäste können zu den Getränke- und Essensausgaben quasi in das Haus eintreten. Die Grenzen zwischen innen und außen verschwimmen, der besondere Ort mit seiner unmittelbaren Nähe zum Fluss wird erlebbar. Die breite Außentreppe und die Terrasse laden zum Verweilen mit Blick auf den Fluss ein.

Der neue Gastraum ist bis unter den Giebel des Sparrendachs offen gehalten, die Westsonne fällt tief in den Raum. In den Abendstunden kehrt sich dieses Phänomen um und über das rautenförmige Fenster der Giebelfassade ist das warme Licht des Gastraums weithin sichtbar.