Aufstockung eines Mehrfamilienhauses in Darmstadt

Bauherr: 
private Bauherrschaft
Zeitraum: 
Juni 2015 bis Dezember 2017
Leistungen: 

Leistungsphasen 1 bis 8 der HOAI

Im Zuge einer anstehenden Dachsanierung wurde das Eckgebäude aus der Nachkriegszeit bei gleichbleibender Firsthöhe um ein Vollgeschoss ergänzt. Durch diese geometrische Abwandlung konnte ungenutzter Raum erschlossen werden. Neben den zwei großzügig umgestalteten Wohnungen im ehemaligen Dachgeschoss wurde zusätzlich auch ein altersgerechtes Penthouse realisiert. Dieses wird über den Innenhof mit einem Aufzug erschlossen.

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  • Blick vom Park aus

    Foto: Matthias Wittig

  • Blick vom Aufzug in die Wohnung

    Foto: Matthias Wittig

  • Blick auf die Küchenzeile

    Foto: Matthias Wittig

  • Blick durch das Panoramafenster

    Foto: Matthias Wittig

  • Blick vom Park vor der Aufstockung

    Foto: Bialucha Architektur

  • Lageplan

    Zeichnung: Bialucha Architektur

  • Grundrisse

    Zeichnung: Bialucha Architektur

  • Schnitt

    Zeichnung: Bialucha Architektur

Beschreibung

Unter zwei großen Gauben entwickelt sich der Grundriss um das im Zentrum geführte Fluchttreppenhaus. Als offenes Raumkontinuum gehen Eingang, Arbeits-, Ess- und Wohnbereich in einander über. Im Zentrum liegt die großzügige und offene Küche als Lebensmittelpunkt und Rückgrat der Wohnung. Von hier aus hat man einen Panoramablick in den angrenzenden Park. Ein Dacheinschnitt im Westen ermöglicht einen Freisitz mit Blick über das Rheintal in Richtung Westen.
Alle kleinteiligen Räume befinden sich im nördlichen Teil der Wohnung und sind der private Rückzugsort der Eheleute.
Die Hauptträger des Dachstuhls wurden bewusst sichtbar gelassen. Ihre Tektonik verleiht der neuen Dachgeschosswohnung ihren besonderen Charakter.
Fenster und Ausblicke der Wohnung konnten durch die zentrale Positionierung des Treppenkerns in alle Himmelsrichtungen realisiert werden - Sie richten sich nach der Umgebung und beziehen sich auf den Grundriss.
Im Gegensatz dazu haben wir bei der Entwicklung der Fassade im 2.OG lediglich Größe und Position der darunter liegenden Öffnungen fortgeführt. Die „Aufstockung“ wirkt so wie selbstverständlich - In seiner Proportion wirkt das Gebäude nun wie ein Punkthaus am Park und stellt sich somit in eine Reihe mit weiteren Gebäuden in der direkten Nachbarschaft.
Im Zuge der Aufstockung wurde die zentrale Heizung für das gesamte Gebäudes mit seinen insgesamt sieben Wohneinheiten erneuert. Zur Nutzung der Sonnenenergie wurde als Heizungsunterstützung auf der Südgaube eine Solarthermieanlage errichtet.