Anbau an ein Einfamilienhaus in Darmstadt

Bauherr: 
Private Bauherrschaft
Zeitraum: 
Juni 2012 bis Oktober 2013
Leistungen: 

Leistungsphasen 1 bis 8 der HOAI

Das bestehende Einfamilienhaus aus den dreißiger Jahren wurde durch einen zweigeschossigen Anbau erweitert, der im Obergeschoss zwei Kinderzimmer und im Erdgeschoss den Wohnraum beinhaltet. Der Anbau wurde vom solitären Bestandsgebäude abgerückt. Über den verglasten Zwischenbereich führt eine Treppe in das Wohnzimmer auf Gartenniveau, darüber liegt eine Galerie, die Zweigeschossigkeit wird erlebbar.

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  • Straßenansicht

    Foto: Matthias Wittig

  • Ansicht Gerhart-Hauptmann-Straße

    Foto: Matthias Wittig

  • Straßenansicht

    Foto: Matthias Wittig

  • Blick ins Wohnzimmer

    Foto: Matthias Wittig

  • Blick ins Wohnzimmer

    Foto: Matthias Wittig

  • Übergang alt - neu

    Foto: Matthias Wittig

  • Blick aus einem neuen Kinderzimmer

    Foto: Matthias Wittig

  • Uebergang Wohnen - Garten

    Foto: Matthias Wittig

Beschreibung

Den Wohnraum bilden drei Wandscheiben, die in Anlehnung an den Bestand und die das Grundstück umgebende Mauer schlicht verputz sind. Der Raumeindruck ist einerseits geprägt von offenen Blicken in den Garten und andererseits von geborgener Privatsphäre.

Über dem Erdgeschoss scheint das Volumen der Kinderzimmer zu schweben. Der mit Lärchenholz verkleidete Baukörper beinhaltet eine maximal mögliche Grundfläche, ohne dabei den Garten zu stark zu verkleinern.

Die Auskragung des Obergeschosses zur Straßenseite hin korrespondiert mit dem bestehenden Erker und konnte bauplanungsrechtlich als untergeordnetes Bauteil deklariert werden und so über die Hauptbauflucht hinaus gehen. Nach Süden hin bildet die Auskragung in den Sommermonaten mit hoch stehender Sonne einen baulichen Sonnenschutz. Im Winter hingegen fallen die tiefstehenden Sonnenstrahlen in den Raum und liefern passive solare Energiegewinne.

Von der Holzbauweise des Obergeschosses, die mit Zellulosefasern gedämmt wurde bis hin zur Wärmedämmung der Außenwände des Erdgeschosses, bestehend aus Mineraldämmplatten (Multipor, komplett mineralisches WDVS), wurde größter Wert auf eine nachhaltige Bauweise aus nachwachsenden, "Recycling"-fähigen Rohstoffen gelegt.